Im Gespräch mit ... 05: Maik Klotz, Fintech-Fluencer
Shownotes
Mit Maik Klotz haben wir diesmal einen der wichtigten Fin-Fluencer in Deutschland zu Gast!
Zufälliger Weise ist Maik auch seit 2 Jahren beim DSGV beschäftigt und verantwortet die Wallet-Strategie der Sparkassen- Finanzgruppe.
Gemeinsam mit Frank und Oli taucht er tief ein in die Welt der digitalen Wallets. Die Drei sprechen über den aktuellen Stand der Entwicklung und beleuchten, warum Wallets weit mehr sind als nur eine Möglichkeit, mit Google oder Apple Pay zu bezahlen.
Im Moment brodelt es in der Branche: Der sogenannte 'Wallet War' ist in vollem Gange. Doch wer sind die Hauptakteure? Was genau passiert gerade? Und wer wird am Ende den größten Teil des Kuchens für sich beanspruchen?
Fragen auf die wir eine Antwort geben :-)
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von "Digital Einfach Machen".
00:00:15: Mein Name ist Frank Weigand und ich freue mich, heute wieder einmal die Moderation übernehmen zu dürfen.
00:00:20: Diese Episode ist etwas ganz Besonderes, denn zum ersten Mal bringen wir zwei unserer Podcast-Formate in einem Crossover zusammen im Gespräch mit und Digitalisierung Made in Europe.
00:00:30: Digitalisierung in Europa ist natürlich immer ein interessantes Thema.
00:00:33: Und heute wollen wir uns speziell mit den Entwicklungen der letzten Monate in den sogenannten Wallet Wars beschäftigen.
00:00:39: Und damit kommen wir auch direkt zu unserem zweiten Format, das wir in der letzten Zeit ein wenig vernachlässigt haben, im Gespräch mit.
00:00:45: Und heute darf ich zwei wirklich hochkarätige Gäste begrüßen. Ich habe jedenfalls hohe Erwartungen an den Talk, der gleich stattfinden wird.
00:00:53: Zum einen Oli Lauer, den unsere Stammhörer schon gut kennen durften und zum anderen Mike Klotz, einen der bekanntsten, findeckig schwerten Deutschlands.
00:01:00: Mike, viele unserer Zuhörerinnen und Zuhörer kennen dich sicher bereits, aber vielleicht nicht alle.
00:01:06: Stell dich doch gerne einmal vor und nehmt dir ruhig ein bisschen Zeit dafür.
00:01:09: Ja, vielen Dank erstmal für die Einladung und den sehr warmen Worten, die du vorausgeschickt hast.
00:01:15: Ich bin mir nicht 100% sicher, ob ich einer der bekanntesten Fintech-Experten in Deutschland bin.
00:01:19: Ich bin zumindest einigermaßen unterwegs, sowohl in den sozialen Kanälen, aber auch auf Events und Konferenzen.
00:01:26: Mein Name ist Mike Klotz. Ich bin jetzt seit zwei Jahren beim GSGV, habe viele Stationen im Leben hinter mir,
00:01:33: ein etwas unorthodoxen Werdegang tatsächlich. Ich habe irgendwann nämlich mal richtig was gelernt, also eine Ausbildung gemacht,
00:01:39: einen goldenen Handwerk, das heißt der oder die eine oder andere, die zu Hause eine Telefonnose an der Wand kleben hat, wer weiß,
00:01:45: vielleicht kam sie von mir und bin aber dann relativ schnell in meine Ausbildung in die IT-Branche gewechselt
00:01:51: und dann viele Jahre im Bereich Software gearbeitet, Software Publishing und dort auch meine ersten Verbindungen bekommen zum Finanzbereich.
00:01:59: Ich habe mich bei einem der größten Software-Publisher in Deutschland gearbeitet, der Bull Data Service, die kennt man nicht so gut,
00:02:06: sehr wohl aber die Produkte, die sie machen, bekannt ist, das Produkt dürfte sicherlich das Viso-Steuer oder Viso-Sparbuch sein
00:02:13: in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsredaktion vom ZDF und da gab es damals dann auch die ersten Connections zum Thema Online Banking
00:02:22: und ich war mit zuständig im Produktmanagement, bzw. habe die Kollegen dort unterstützt
00:02:27: und da habe ich da zum ersten Mal so etwas Verrücktes gelernt, was HBCI hieß es damals, dann später hieß es Fintes
00:02:34: und gab es noch BTX ehrlicherweise, das waren noch so die Vorläufer
00:02:39: und habe gelernt, dass das Thema Online Banking ein ganz wichtiges ist und was ich auch gelernt habe, kleine Anekdote,
00:02:45: im Vorläufer des Internets, wir sind ja alles hier alte Männer, die vom Krieg reden, im BTX gab es drei Themenbereiche,
00:02:52: die sehr attraktiv und sehr erfolgreich waren, das war einmal die Reisebranche, das war die Erotikindustrie
00:02:57: und das Thema Online Banking und das waren so meine ersten Kontaktpunkte zum Thema Banking
00:03:03: und von da aus dann immer weiter natürlich sich informiert und dann irgendwann in der glücklichen Situation gewesen,
00:03:10: als das ganze Thema mit dem mobilen Bezahlen anfing, so im 2010/2011,
00:03:16: im Moment der Ohnachtsamkeit mit noch fünf anderen Menschen ein kleines Unternehmen gegründet habe,
00:03:21: zu dürfen, Payment & Banking, große Medienplattformen, dort veröffentlichen mittlerweile ein sehr tolles Team
00:03:28: jeden Tag Content zum Thema Fintech, Payment & Banking und wir haben auch noch zwei Events,
00:03:34: dann ist auch der Werbeblock zu Ende, einmal die Payment Exchange in Berlin, wo ja auch der Oliver
00:03:38: beim nächsten Mal mit am Start ist, als auch die Banking Exchange, die ist dann in Frankfurt,
00:03:43: wo wir dann je nach dem passend zu den beiden Schwerpunktthemen ganz viele Menschen zusammenbringen
00:03:47: und darüber diskutieren. Ja und jetzt wie gesagt seit zwei Jahren beim DSGV,
00:03:51: der letzter Satz "Was machst du beim DSGV?" sind wir ein bisschen schwierig zu beschreiben.
00:03:55: Ich sage immer sowas wie Vollzeitpraktikant, weil ich jeden Tag noch lerne, ich lerne also wirklich
00:04:01: in den Untiefen des DSGV mich zurechtzufinden, tatsächlich aber habe ich auch sowas wie ein eigenes Projekt,
00:04:08: wo ich mich mit beschäftigen darf und da sprechen wir heute darüber, das ist das Thema "Digitale Wallet".
00:04:14: Versuche darüber hinaus noch ein bisschen bei den Kollegen rund um das Thema "Wero" zu unterstützen
00:04:19: und Olli und ich, wir haben auch immer wieder miteinander zu tun. Genau, also das so ganz kurz zu meiner Person.
00:04:26: Ja, aber den Kulturclash, Bulldata, Payment & Banking und Sparkassenorganisation wollen wir heute nicht reden,
00:04:32: aber das wäre wahrscheinlich auch eine eigene Folge wert, vielleicht machen wir das ja dann nochmal.
00:04:37: Du hast gerade auch schön gesagt "BTX" und das ist glaube ich so typisch, wenn in einer Runde wieder unsachen jemand "BTX" sagt
00:04:45: und die anderen alle wissen nicken, dann wissen wir schon relativ gut, wie alt die Meisteren sind, die sich dann dazu austauschen.
00:04:53: Aber heute haben wir ein ganz brandheißes Thema und auch das ist Premiere.
00:04:57: Wir sind jetzt glaube ich schon in Minute 5 und Olli hat noch gar nichts gesagt, das wird aber sicherlich noch nachholen.
00:05:04: Lass uns mal direkt einsteigen. Unser heutiges Thema lädt ja definitiv dazu ein, eben nicht nur an der Oberfläche zu bleiben und zu kratzen,
00:05:11: sondern wirklich auch mal tief einzutauchen und da habe ich mit euch beiden glaube ich wirklich auch die richtigen Äste dabei.
00:05:18: In der Digitalbranche ist der sogenannte Wallet War, sind die sogenannten Wallet Wars, also der Kampf um die digitale Geldbörse,
00:05:27: ja längst ein etablierter Begriff, aber eben vielleicht nicht für alle unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:05:35: Mike, was versteht man denn eigentlich unter Wallet Wars oder dem Wallet War, hört es ja ziemlich martialisch an,
00:05:42: wer kämpft hier eigentlich gegen wen?
00:05:44: Also Olli darf immer noch nicht reden, stelle ich gerade fest.
00:05:46: Ja, ich wollte das echt mal ausnutzen.
00:05:50: Aber er ist erst dabei, ich sehe ihn und wir hören ihn lachen.
00:05:53: Ja, also in der Tat ein sehr martialischer Begriff, also worum geht es beim War of Wallets, ich sage immer eine weitere digitale Sau,
00:05:59: die durchs Dorf getrieben wird. Die Branche oder die Bubble in Davy uns bewegen braucht ja jedes Jahr oder alle Jahre ein neues Thema
00:06:06: und man hat jetzt seit knapp zwei Jahren das Thema Wallets für sich entdeckt.
00:06:10: Worum geht es? Es geht letztendlich darum, dass wir in der Branche immer mehr digitale Briefbörsen erleben.
00:06:15: Also das war ja lange ein Markt, der eigentlich Google und Apple voranthalten war.
00:06:20: Also die beiden Tech-Giganten, die mit Google Pay als auch mit Apple Pay dort seit vielen Jahren aktiv sind.
00:06:27: Was ist eine digitale Geldbörse in der Nutshell? Die Kopie der Analogengeldbörse kann man sagen.
00:06:32: Also ich kann meine Zahlkarten reinpacken, ich kann aber auch so was wie Compounds hinterlegen, Kundenkarten
00:06:38: und da kommen wir ja später noch zu noch viele, viele andere Themen.
00:06:41: Und da passiert gerade etwas, nämlich dass innerhalb dieser Entwicklung bei den digitalen Geldbörsen momentan A getrieben durch die Regulatorik,
00:06:50: also es gibt eine neue Regulatorik, die jetzt seit kurzem in Kraft getreten ist, der Digital Market Acts,
00:06:55: der es nun erlaubt auch der Wittanbietern insbesondere bei iOS jetzt Dienste oder eigene Wallet-Lösung anzubieten,
00:07:03: was in der Form bisher nicht möglich war. Wir erinnern uns an die Situation der letzten,
00:07:07: man muss fast sagen zehn Jahre, dass ja Apple, was das Thema Stütztellen betrifft, sehr restriktiv unterwegs war
00:07:13: und das ändert sich gerade. Das heißt, wir werden in Zukunft auch echte Wallet-Lösungen auf dem iPhone erleben, die nicht von Apple kommen.
00:07:21: Also ich kann dann eine Bezahlkarte in einer Dritt-Wallet hinterlegen.
00:07:25: Es gibt bereits Unternehmen auf Finanzinstitute, die daran arbeiten.
00:07:28: Wir wissen von PayPal beispielsweise, dass sie eine entsprechende Lösung anbieten wollen
00:07:32: und dieser Bereich mischt sich jetzt gerade so ein bisschen auf und das erleben wir gerade.
00:07:37: Und natürlich ist es so, wenn neue Möglichkeiten sich ergeben, dann kommen erstmal ganz viele Menschen um die Ecke
00:07:42: und companies dicke Lösungen oder möchten Dienste und Lösungen anbieten und das bekommt gerade ein Momentum.
00:07:48: Plus und das letzter Satz dazu, dadurch, das muss man ja schon sagen,
00:07:52: Tech-Player wie Google und Apple den Markt bereitet haben, ist die digitale Börse, Geldbörse,
00:07:58: bei den Nutzerinnen und Nutzern ja inzwischen angekommen. Wir erleben am POS immer mehr Menschen, die mit ihrem Smartphone bezahlen
00:08:05: und das heißt, da entwickelt sich jetzt gerade ein Markt, ein vermeintlich großer Markt, wo viele mich spielen wollen.
00:08:11: Das ist ja jetzt gerade schon einige Themen rund um Digitale Wallets angesprochen.
00:08:15: Also wenn ich das so verfolge, fallen da immer wieder so Begriffe, du hast gerade gesagt, digitale Zahl und Payments,
00:08:21: aber auch so was wie digitale Identitäten, geht es nur mir so
00:08:26: oder sind gerade auch diese Themen gerade auch aktuell wirklich stark im Fokus und jetzt Olli, dein Auftritt.
00:08:32: Ja, also danke, dass ich jetzt auch dran kommen kann.
00:08:35: Also ich war inzwischen zeitlich, ich war schon Mittagessen, hab die Wäsche gemacht und kurz den Rasen gemäht,
00:08:40: aber bin rechtzeitig noch zurückgekommen. Also die Frage ist ja natürlich ausvalide
00:08:44: und wenn du dir heute dein physisches Portemonnaie anguckst, dann hast du dort Payment, also deine Zahlkarten,
00:08:50: dein Bargeld in diesem Portemonnaie und du hast deinen Personal aus, weil es dein Führerschein
00:08:55: und was wir bis jetzt im Wallet Bereich geschafft haben, zumindest in Deutschland, ist, dass wir den Payment Bereich abgebildet haben.
00:09:02: So, jetzt kommt aber eine zusätzliche Chance hinzu, dass wir, und da kommen wir gleich nochmal dazu,
00:09:07: auch den Identitätspart in einer Wallet abbilden können.
00:09:10: Das heißt, wir können Wallet Payment und Wallet Identity oder Wallet Commercials zusammenbringen in einer digitalen Lösung,
00:09:17: etwas, was es heute so nicht gibt, weil natürlich auch viele regulatorische Fragestellungen hinzukommen
00:09:23: und das heißt, es entsteht oder es können neue Produkte entstehen und das haben nicht nur wir erkannt,
00:09:29: das haben auch Apple erkannt, das hat Google erkannt, das haben die anderen großen Player erkannt
00:09:34: und sagen auch in ihren Strategien, die Zukunft der Wallet wird nicht nur Payments sein,
00:09:40: sondern dort wird dann tatsächlich das auch vorzufinden sein, was heute alles in der physischen Wallet ist
00:09:47: und das hört ja auch nicht bei Führerschein und Personal aus, weil es auf, sondern geht weiter.
00:09:52: Natürlich kennen wir das technologisch schon von der Google Wallet und Apple Wallet, dass sie das theoretisch kann.
00:09:58: Man kann heute auch mehr in so einer Wallet tun als jetzt nur eine Payment-Karte,
00:10:02: aber dazu gehört halt regulatorisch und auch sicherlich technisch mehr
00:10:06: und deswegen beginnt da tatsächlich ein Zeitalter meines Erachtens von neuen Produkten
00:10:12: und das ist meines Erachtens auch tatsächlich eine Basis, also wenn man daran glaubt,
00:10:17: dass wirklich eine neue Konkurrenz im Bereich Wallets entstehen kann.
00:10:21: Sowohl Mike als auch du haben ja gerade schon zumindest eine Art von Akteuren beim Thema Wallet genannt,
00:10:29: nämlich die Big-Tex, das fiel jetzt schon öfters, aber das sind ja nicht die einzigen.
00:10:33: Also wir würden jetzt noch so Gedanken durch den Kopf gehen, wie spielen die Banken da eine Rolle
00:10:38: und dann Payment-Banken, könnt ihr irgendwie was damit zu tun haben.
00:10:42: Du hast gerade schon ein bisschen was von regulatorisch erzählt, wahrscheinlich hat ja auch die EU
00:10:47: zumindest auf europäischer Ebene da ihr Händchen dabei, wenn man von digitalen Identitäten spricht
00:10:53: und diejenigen von euch, die schon mal bei uns reingelassen haben, werden das auch wissen,
00:10:56: aber Oli magst du nochmal kurz sagen, was aus deiner Sicht eben diese Akteure für eine Rolle haben in dem Spiel?
00:11:02: Ja also Mike hat es ja auch eingangs gesagt, ein ganz wichtiger Trigger,
00:11:07: warum das Thema, was theoretisch schon viele Jahre diskutiert wird, jetzt akut auf den Tisch kommt.
00:11:13: Also auf den Wallet-Tisch ist, dass die EU ein entsprechendes Gesetz,
00:11:17: eine entsprechende Verordnung veröffentlicht hat, die zum Ziel gesetzt hat oder die sich zum Ziel gesetzt hat,
00:11:22: eine europäische Wallet für Identity entsprechend jedem Bürger zur Verfügung zu stellen.
00:11:28: Das heißt, das ist ein optionales Angebot an den Bürger mit entsprechenden Verpflichtungen für verschiedene line parties.
00:11:35: Das ist die Sicht der EU. Die EU versucht hier, ich nenne es tatsächlich durch eine konstruktive Bürokratie,
00:11:42: durch eine positive Bürokratie einen Rahmen zu schaffen, damit das tatsächlich dann auch regulatorisch erlaubt ist,
00:11:48: was technisch wahrscheinlich schon viel länger möglich ist. Die Banken spielen eine Rolle insofern,
00:11:53: hatten wir jetzt schon oft drüber gesprochen, die haben ja heute schon Wallets im Einsatz,
00:11:57: ein Seriom Wallets im Einsatz für den Zahlungsverkehr, aber die Banken kommen jetzt auch nochmal in einer neuen Rolle hinzu,
00:12:03: dass sie halt in gewisser Weise verpflichtet werden. Sie werden verpflichtet, diese Wallet zu akzeptieren.
00:12:08: Das würde jetzt so weit führen, für was sie alles verpflichtet werden, aber auf jeden Fall müssen dann die Banken das entsprechend auch in ihren Systeme integrieren.
00:12:16: Und für private Unternehmen, das sind ja Banken auch, besteht und das zieht sich auf die Antwort oder auf die Frage zuvor,
00:12:24: entsteht natürlich in dieser Gemengelage die neue Chance, Produkte und Innovations entwickeln.
00:12:30: Und sowohl für uns als Bank als auch für andere private Unternehmen, das können Big Tech sein, wie Google oder Apple,
00:12:35: das können ganz kleine Unternehmen sein. Es entsteht ein neues Ökosystem für Innovationen und Wachstum,
00:12:42: angetriggert oder würde ich mal sagen getrieben durch eine Regulierung, aber natürlich auch getrieben durch,
00:12:47: es entsteht etwas oder könnte entstehen, ich muss ja mit Konjunktiv arbeiten, was es heute so noch nicht gibt.
00:12:53: Okay, aber das ist ja nicht nur die Regulierung, wenn ich das richtig verstanden habe, sondern ganz konkret die,
00:12:57: hier heißt die Abkürzung Eudiff, die Europäische Identität Wallet, da ist schon ein Name drin, Identity und Wallet.
00:13:04: Da steht ja noch nichts von Prämend. Gibt es denn eine Verbindung zwischen der Europäische Identity Wallet
00:13:11: und digitalen Zahlungen, könnte die Wallet auch dafür herhalten, Mike?
00:13:16: Wenn man sich mal so ein bisschen versucht und wie oft im Leben gibt es ja nicht die eine allgemeingültige Definition
00:13:22: einer digitalen Wallet, aber wenn wir jetzt mal Menschen da draußen fragen und auch sich generell mal so umhört,
00:13:28: was versteht der Joe Sixpack User unter einer digitalen Wallet, dann ist der kleinste gemeinsame Nenner,
00:13:33: ganz oft alles, was mit bezahlen zu tun hat. Das heißt ich glaube du kannst heute keine digitale Wallet mehr bringen,
00:13:39: die nicht in irgendeiner Art und Weise was mit dem Zahlungsverkehr zu tun hat.
00:13:43: Wenn wir uns jetzt die Wallet anschauen, die ja Olli korrigieren will, zunächst einmal als Plattform im Raum steht,
00:13:50: es wird ja nicht so sein, dass Europa eine eigene Wallet bringen wird, sondern es gibt das Framework
00:13:55: und jedes Land macht dann, kann dann darauf entsprechende eigene Lösungen oder ist sogar verpflichtet eigene Lösungen anzubieten
00:14:02: und damit du die Nutzung und es komme zum zweiten Faktor, also es ist ja nicht nur so, dass es so allgemeingültige Definition ist,
00:14:08: sondern was hat große Alltagsrelevanz? Alltagsrelevanz hat, deswegen machen es ja auch die Big Text
00:14:13: und haben es vor vielen Jahren ja schon angefangen zu machen, große Alltagsrelevanz hat viel was mit Finanzen zu tun hat,
00:14:19: insbesondere durch den Zahlungsverkehr. Heißt, möchtest du eine Wallet in der Nutzung, so glaube ich,
00:14:26: stark daran, die Nutzung erhöhen, die Nutzungsfrequenz, dann musst du auch in irgendeiner Art und Weise was mit Zahlungsverkehr integrieren
00:14:33: und das Schöne daran ist, dass du ja jetzt anfangen kannst, wenn wir das Thema digitale Identitäten uns anschauen,
00:14:39: das Thema Payments, jetzt kannst du anfangen, Dinge auch miteinander zu verknüpfen, die in der Form vorher nicht verknüpfbar waren.
00:14:45: Ein schönes Beispiel ist das Thema Altersverifikation. Ihr kennt das, also ich kenne das nicht, weil ich habe nie geraucht,
00:14:50: aber da ist das ja so, man geht zum Zigarettenautomaten, steckt so ein Joghurtrad,
00:14:54: aber das jetzt kommen genau diese Themen zusammen, die man sinnvoll zusammen miteinander connecten kann
00:14:59: und auch neue, nicht nur Business Cases sich überlegen kann, sondern da müssen wir ja immer darüber reden,
00:15:05: was ist für die Anwenderinnen und Anwender da draußen das Tolle. Und jetzt können wir darüber nachdenken, was gibt es für neue Use Cases?
00:15:10: Und da gibt es ja eine ganze Menge. Und jetzt trotzdem noch mal von dem Thema Payments kommen,
00:15:16: und dann kommt das Thema, was man sich auch an den Fakten verknüpft, und dann kommt das Thema,
00:15:23: das ist ja auch ein Thema, das man sich auch an den Fakten verknüpft,
00:15:28: und das ist ja auch ein Thema, das man sich auch an den Fakten verknüpft,
00:15:32: und das ist ja auch ein Thema, das man sich auch an den Fakten verknüpft,
00:15:36: und das ist ja auch ein Thema, das man sich auch an den Fakten verknüpft,
00:15:40: und das ist ja auch ein Thema, das man sich auch an den Fakten verknüpft,
00:15:44: und man sich das auch vorstellen zwischen WRO und den digitalen Euro.
00:15:47: Also, zunächst einmal, die Idee des digitalen Euro ist ja erstmal schön.
00:15:50: Man möchte irgendwie das ganze Thema Digitalisierung vorantreiben,
00:15:54: was natürlich jetzt erstmal schwierig für die Menschen da draußen zu verstehen ist,
00:15:58: was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem digitalen Euro und dem analogen Euro?
00:16:02: Ja, weil es konnte vorher schon die Überweisung tätigen und Online Banking, das war ja alles irgendwie digital.
00:16:07: Das heißt, es gibt hier ganz viel Erklärarbeit,
00:16:10: und glaube, dass die EZB auch mit den Bestrebungen beim digitalen Euro etwas über das Ziel hinaus schießt,
00:16:15: nämlich man redet ja von der Annahmeverpflichtung beim Handel,
00:16:18: das heißt, man greift ja sehr aktiv mit den Zahlungsverkehr rein.
00:16:21: So, das tun wir mal das politische Außenvorlassen.
00:16:24: Was ist jetzt der Vorteil an einer Lösung, die beispielsweise WRO?
00:16:27: Der digitale Euro ist nur bezahlen.
00:16:30: Ich kann Geld von A nach B schieben,
00:16:32: aber Bezahlsysteme oder Bezahlverfahren, übrigens nicht nur wie WRO,
00:16:37: die meisten, sind ja sehr viel mehr.
00:16:39: Wir sprechen heute über Buy Now Pay Later,
00:16:41: wir sprechen heute über sogenannte Recurring Payments, also wiederkehrende Zahlung.
00:16:45: Wir sprechen von P2P Payments, wir sprechen von Käuferschütz in dem Fall.
00:16:50: Aber all das bietet natürlich ein digitaler Euro nicht,
00:16:53: sehr wohl aber eine Lösung wie WRO, das heißt, aus einer Händler und aus einer Grundsicht,
00:16:58: davon bin ich überzeugt, eine Lösung wie WRO immer die abkraktivere,
00:17:02: nichtsdestotrotz müssen wir uns natürlich anschauen, was passiert da draußen,
00:17:05: und wenn der digitale Euro irgendwann kommt, ist natürlich eine Synergie,
00:17:09: also eine Zusammenarbeit aus einer Nutzersicht, aus einer Händersicht immer schöner,
00:17:14: als wenn man irgendwie zwei, drei verschiedene Fäden hat, die man in der Hand halten muss.
00:17:20: Und das ist ja gerade schon angerissen,
00:17:22: das ist eine Wolle, die auch die Möglichkeit gibt, Dinge zu kombinieren.
00:17:26: Olli, an dich die Frage, wo siehst du denn die größten Chancen und Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher,
00:17:32: wenn sie mal eine zukünftige Audi-Wollet auch in Zahlungsverkehr nutzen könnten,
00:17:37: ist es tatsächlich mehr als bezahlen, hast du da Beispiele für?
00:17:41: Ja, der erste Mal ist das eine sehr große Frage, und ich versuche sie trotzdem verkürzt zu beantworten.
00:17:46: Eine große Frage, auch deswegen, weil sie glaube ich in der Gänze noch gar nicht zu beantworten ist,
00:17:51: weil das ganze Thema sicher noch entwickelt.
00:17:54: Aber ich hatte es ja schon angerissen, also ich glaube wirklich an dieses neue Produkt,
00:17:58: dass ich eine Wallet habe, das ist tatsächlich mein physisches Pomponid zu Hause lassen kann.
00:18:03: Und dann in so fast Check-out, Quick-Check-out-Szenarien,
00:18:07: mein Handy, meine Wallet, einfach an ein NFC-Reer halten kann oder QR-Code scannen kann.
00:18:12: Und dann habe ich dann übertrage meinen Shipping-Adress, also meine Lieferadresse,
00:18:16: ich übertrage mein Alter, ich übertrage vielleicht mein Studentenausweis bei mir,
00:18:20: vielleicht nicht mehr der Fall eher der Seniorenausweis.
00:18:23: Und all diese Informationen bekommt der Händler in einer Transaktion
00:18:27: und kann damit mir dann entsprechend ein Produktverkaufenden Angebot machen.
00:18:31: Das ist heute teilweise ein wirklich ein manueller Prozess, ein Prozess mit verschiedenen Apps,
00:18:36: ein Prozess, den es vielleicht gar nicht gibt, es gibt diese Angebote nicht.
00:18:40: Also dass ich sage, ich bin irgendwo Mitglied und bekomme deswegen ein besseres Angebot.
00:18:45: Und das kann ich alles aus einer Wallet heraus machen in einer Transaktion.
00:18:50: Das ist der Vorteil für den Kunden vorne, der das halt mit einer extrem guten Komfortabilität machen kann.
00:18:55: Aber auch hinten beim Händler, dass der Dinger anbieten kann, die er nicht anbieten kann
00:18:59: und dazu natürlich auch eine neue Sicherheit bekommt.
00:19:02: Das ist jetzt mal wirklich sehr vereinfacht oder sehr schnell die Chancenseite, wenn man das weiterdeckt.
00:19:08: Also jeden Tag fallen da neue Dinge ein, wenn man Payment und Daten und Condenges verbindet.
00:19:14: Die Risiken sind natürlich nicht von der Hand zu weisen.
00:19:17: Du hast plötzlich all deine Informationen in einer Wallet extrem schnell verwendbar
00:19:24: und dann kann es natürlich dazu kommen, dass du dich überidentifizierst.
00:19:29: Halt zu viele Daten mit deinen Männlerteils, weil der halt artig einfach fragen kann
00:19:34: und du diese einfach beantworten kannst.
00:19:36: Das ist durchaus ein Risiko, was im Markt adressiert ist.
00:19:40: Da gibt es entsprechende Mitigations.
00:19:42: Aber nicht so trotz, das wird sehr oft diskutiert und dann natürlich die Gefahr, die Grundsätzliche.
00:19:48: Wenn du das alles digital hast, was ist denn, wenn jemand in dein Handy einbricht, das Cloud und so weiter und so fort.
00:19:53: Das sind Themen, die durchaus mit den Chancen einhergehen und auch sehr, ich will mal sagen, sehr intensiv, sehr sensibel.
00:20:00: Und wenn du das entsprechend auch verfolgsdiskutiert werden und dann kann ich praktisch jetzt nochmal so einen kleinen Werbeinschub machen.
00:20:06: Maik hat das ja eben gesagt, auf der nächsten Konferenz von dir habt ihr zum Beispiel Lilith Whitman auch auf der Bühne.
00:20:13: Ja, im Tippi, also eine große Artikel-Location in Berlin, 10.11.03.
00:20:18: und Lilith Whitman ist halt jemand, der diese EUID-Wallet und diese Kombination aus Payment und Credentials
00:20:23: und überhaupt alles digital auf einer Wallet sehr kritisch sieht.
00:20:27: Und das ist halt das Thema, was wir dann durchaus auch die nächsten Jahre weiter besprechen und verfolgen werden müssen.
00:20:34: Also ganz ehrlich, ich finde die ganz unterschiedlichen Konkurrenzsituationen oder Bohr-Situationen schon ziemlich komplex.
00:20:44: Wir haben jetzt schon an verschiedene Sachen angesprochen. Also es gibt Befürworter, es gibt Gegner der Wallet,
00:20:50: du hast gerade Lilith Whitman angesprochen.
00:20:53: Wir haben im Payment-Bereich die Konkurrenz verschiedener Systeme, die vielleicht auch in so einer Wallet stattfinden.
00:20:58: Wir haben verschiedene mögliche Wallet-Anbieter, die miteinander konkurrieren.
00:21:02: Also das alles jetzt zu sortieren, glaube ich, kriegen wir heute nicht hin.
00:21:06: Also ich habe es für mich noch nicht sortiert.
00:21:08: Ich würde gerne nochmal zurückkommen auf das Thema Payments, weil das eben das Relevanteste ist, vordergründig.
00:21:13: Was funktionieren sollte, weil eben alltagsrelevant.
00:21:17: Mike, du hast gesprochen von digitalen Euro, wir haben Vero angerissen,
00:21:21: wir haben auch schon darüber gesprochen, wo sich die Themen vielleicht unterscheiden.
00:21:25: Können die denn auch gleichzeitig stattfinden in so einer Wallet, oder schließt das eine oder das andere aus, so kann es nur einen geben?
00:21:31: Es gibt ja heute nicht nur einen, das muss man ja dazu sagen.
00:21:34: Also auch heute gibt es ja schon unzählige Möglichkeiten zu bezahlen.
00:21:38: Ich möchte einen neuen Aspekt reinbringen, den man auch in diesem Wallet war, immer so ein bisschen vernachlässigt,
00:21:43: weil er auf den ersten Blick gar nicht so sichtbar erscheint.
00:21:45: Ich spreche von Händler-Apps.
00:21:47: Wir sehen mittlerweile jeder große LH-Lah, so Lebensmittel-Einzelhändler, Liedel, Netto-Edica-Gruppe, Kaufland haben ihre eigenen Händler-Apps
00:21:56: und bieten mittlerweile auch innerhalb dieser Apps die Möglichkeit an zu bezahlen.
00:22:00: Das heißt, Kunden und Kundinnen haben mannigfallige Möglichkeiten zu bezahlen.
00:22:04: Da kann man gar nicht sagen, es wird nur einen geben.
00:22:08: Es gibt sicherlich große Player.
00:22:11: Wir haben ja auch schon ein paar Mal darüber gesprochen.
00:22:14: Olli hat es eben auch noch mal gesagt, Google und Apple, die man natürlich immer an erster Linie nennen muss,
00:22:18: weil sie auch letztendlich das Betriebssystem und auch das Smartphone in gewisser Hinsicht für sich in Anspruch nehmen,
00:22:25: sind natürlich bei dem Thema Wallet sehr, sehr nicht nur aktiv, sondern sehr, sehr präsent und auch verzeichnen auch eine hohe Nutzung.
00:22:32: Aber natürlich gibt es immer auch, ich will gar nicht sagen, Nische.
00:22:35: Nische hört sich immer so klein an, sondern es gibt immer auch Möglichkeiten mit anderen Dienstleistern
00:22:40: oder mit anderen Wallets letztendlich in den Bereich aktiv zu sein.
00:22:43: Deswegen glaube ich nicht, dass es diese eine Wallet gibt.
00:22:45: Gibt es vielleicht eine Wallet, die in der Nutzung hervorsticht, bestimmt,
00:22:49: aber das bedeutet nicht, dass andere Lösungen nicht auch genutzt werden können.
00:22:52: Okay, das heißt, du sagst, es kann tatsächlich auch mehrere Lösungen geben.
00:22:57: Wie viele Studen solltet ihr die Wallet? Eine einheitliche Plattform für Wero,
00:23:02: dann den digitalen Euro sein, geht das überhaupt? Ortsmehrerlösung?
00:23:07: Ich bin ja dankbar für die Frage. Man könnte fast den Eindruck kriegen.
00:23:10: Ich hätte die Frage so geschrieben, damit du sie mir stellen kannst.
00:23:13: Moment mal, ich gucke mal auf dem Skript nach.
00:23:16: Ja, also ich bin ein absoluter Fan, also als IT-Architekt, als Alter da.
00:23:22: Als Entwickler bin ich natürlich aus technischer Perspektive ein absoluter Fan dieses Ansatz.
00:23:27: Ich kann mir schon durchaus vorstellen, dass die EU Wallet und die Regulatorik dahinter
00:23:32: und auch die Technologie einen europäischen Rahmen liefert, den dann Wero nutzen kann
00:23:38: und auch ein digitaler Euro. Also ich kann mir zum Beispiel als Produkt vorstellen,
00:23:42: eine Wero Wallet, die EUID Wallet ist, ja, die zertifiziert ist.
00:23:46: Also, da steht Wero draußen dran, aber von der Zertifizierungslage
00:23:51: Wie steckt deine UR die Wallet drin?
00:23:53: Ich benutze in dieser Wallet dann halt mein Personalausweis, mein Führerschein, das Vero
00:23:59: Payments Gien, was sowieso da drin ist und dann kann tatsächlich auch der digitale Euro
00:24:04: da rein.
00:24:05: Dann halt vielleicht nicht in dem Design, wie wir es heute kennen, sondern vielleicht
00:24:09: eher tokenbasiert als Zahlungsmittel, was ich halt heute dann so nutzen würde in der
00:24:15: Wallet wie halt einen physischen Euro.
00:24:17: Das kombiniert und auch ein digitaler Euro könnte dann die Vorteile nutzen der Technologie,
00:24:23: denn diese EOID Wallet bringt ja standardisierte SCA Prozesse, also starke Kundenautentifizierung
00:24:28: mit, diese Wallet würde standardisierte europaweit standardisierte KYC Prozesse mitbringen, also
00:24:35: das heißt Account creation, das Onboarding.
00:24:37: Das alles braucht der digitale Euro natürlich auch, weil der soll ganz Europa funktionieren
00:24:42: und er möchte ja nicht der digitale Euro, möchte er jetzt nicht mit 3000 Banken reden,
00:24:45: baut mir mal mal mit den Schnittstelle ein, also so zumindest würde ich das interpretieren
00:24:49: und könnte dann halt da drauf aufbauen.
00:24:52: Das heißt man könnte es wirklich wie ein Schichtensystem sehen.
00:24:55: Europa kommt mit der Gesetzgebung, kommt mit der Architektur, erlaubt es Wallet danach
00:25:00: gebaut zu werden, zertifiziert zu werden, wäre ein Modell der digitale Euro-Came in einer
00:25:06: etwas abgespeckten Form wirklich als Token basiert, also wie wir halt heute auch ein
00:25:11: Krypto verstehen würden, die Technologie dahinter mit Offline, Secure Aliment und so weiter
00:25:16: und so fort, muss sowieso gebaut werden für den Personal ausweisen, so könnte da wirklich
00:25:21: ein Gesamtprodukt raus werden, das ist natürlich total leicht dahin gesagt, also du musst mit
00:25:26: ganz Europa das abstimmen, mit der EU-Kommission, mit der EZB, mit vielen Banken und so weiter,
00:25:30: ganz ganz viele Menschen, ganz ganz viele Firmen, die ganz ganz viele Interessen haben, aber
00:25:35: wenn ich Europa wäre, dann würde ich sagen, das wäre eigentlich die ideale Welt, das
00:25:40: würde Europa zu einem stärkeren Europa machen, es wäre auch Deco-Creation, also das Zusammenarbeiten
00:25:47: von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand und öffentlicher Hand meine ich, Europa in Form
00:25:52: von EU-Kommission und EZB, jeder hätte seinen Part, den er liefern müsste, man würde sich
00:25:58: nicht gegenseitig auf die Füße treten.
00:26:00: Ich wache nachts auf und träume davon, das wäre schön, wenn man sowas erreichen könnte,
00:26:04: aber ich weiß natürlich auch die Geschichte der letzten 20 Jahre, dass wir es nicht geschafft
00:26:08: haben, aber ganz ehrlich, ich kenne noch noch die Zeit der DMARC und als wir dann anfingen
00:26:14: von dem Euro zu sprechen, hat auch jeder gesagt, never ever werden sich, ich weiß nicht wie
00:26:18: viele europäische Länder es damals waren, werden sich 20+ Länder auf eine Währung einigen
00:26:23: und never ever wird Deutschland die DMARC abgeben, aber es ist passiert und danach waren 20 Jahre
00:26:29: wunderbares Wachstum auf ne Grenzen, wir sind jetzt wieder in der kritischen Phase und vielleicht
00:26:33: wäre so etwas, klingt visionär, aber vielleicht wäre so etwas auch etwas, was uns wieder nach
00:26:39: vorne auch mit dem entsprechenden Optimismus bringen würde, also Wahlprogramm Ende.
00:26:44: Das spricht der überzeugte Europäer aus dir, ich gehe jetzt mal bewusst so eine Gegenposition
00:26:49: ein und wende mich wieder an dich Mike, also ich bin ja ähnliches Alter, habe auch die Vorzüge
00:26:57: der europäischen Öffnung die letzten 20 Jahre wirklich mitgenommen, meine Kinder kennen
00:27:02: das gar nicht anders, kennen aber auch die Welt in der es halt ja iPhone gibt oder ja
00:27:07: Android Handy und die sehen halt die Lösungen der BigTags, jetzt mal ehrlich, welche Chance
00:27:14: glauben wir denn, dass eine Wolle haben kann, die jetzt von zentraler Seite kommt im Vergleich
00:27:19: zu Lösungen, die die großen BigTags eh schon von sich aus anbieten und auch weiter ausbauen
00:27:25: werden, welche Chancen siehst du da überhaupt?
00:27:28: Naja ich glaube wir müssen vielleicht ein kleines bisschen mit dem Märchen aufräumen,
00:27:32: dass BigTags Zahlungssysteme anbieten, also wenn man es jetzt mal genau nimmt, ist das
00:27:37: was Google und Apple machen ja nichts anderes, das ist schon eine Menge aber nichts anderes
00:27:41: wie Frontend, dahinter liegen bei Google als auch bei Apple Bezahlkarten, bei Apple beunter anderem
00:27:47: ja die Jurokarte, die Sparkassenkarte und den anderen Wallets oder bei Google und Apple
00:27:51: halt die Kreditkarten der jeweiligen Banken, das heißt das Bezahlverfahren ist ja oder wir
00:27:56: sprechen bei uns in der Bubble von dem Payment Scheme, man kann sich das ein bisschen vorstellen
00:28:01: wie die Schiene auf der der Zug läuft, wir müssen halt unterscheiden zwischen den Schienen,
00:28:06: das sind im Prinzip sowas wie die Anbieter, Massakart, Visa, Jurokart in Deutschland, aber
00:28:13: auch PayPal oder Vero von EPI und dann haben wir halt oben drauf letztendlich die Eisenbahn
00:28:18: und die kann halt also die Wallet und die kann halt dann, jetzt mal bei dem Beispiel
00:28:23: von den Big Techs von Google und Apple kommen, also deswegen gibt es Möglichkeiten erfolgreich
00:28:28: im Zahlungsverkehr mit Alternativen zu sein, auf jeden Fall, das sehen wir übrigens
00:28:32: auch in ganz anderen Ländern, wir sehen in der Schweiz wo Twint sehr erfolgreich ist,
00:28:35: die es uns geschafft haben, nicht nur mit einem eigenen Bezahlverfahren, sondern auch
00:28:39: tatsächlich mit einer eigenen Wallet, nicht nur attraktive Alternative zu sein, sondern
00:28:44: tatsächlich besser unterwegs zu sein als Google und Apple, jetzt kann man ja sagen, ja gut
00:28:48: Schweiz ist ein bisschen kleiner als Deutschland, das stimmt, nicht sehr so trotz haben sie es
00:28:52: geschafft, nehmen wir uns ein anderes Land, Indien beispielsweise, die mit UPI ähnlich
00:28:55: erfolgreich sind, das ist eigentlich das einzige Bezahlverfahren, was es gibt, aber Google
00:29:00: und Apple auch nichts anderes übrig geblieben ist, Apple platziert sich noch, Google hat
00:29:04: es integriert, letztendlich das ist dieses Bezahlverfahren einfach mit zu integrieren
00:29:08: und sowas sehr ähnliches kann in jedem Land passieren, das kann in Europa passieren und
00:29:13: ich wünsche mir auch, dass das passiert, also das ist schon mal ganz wichtig, dass wir
00:29:16: so ein bisschen trennen, wenn wir über Google Pay und Apple Pay sprechen, also das sind
00:29:20: wie gesagt, erst einmal sind es nur Frontends, deswegen glaube ich wie gesagt, dass es Möglichkeiten
00:29:25: gibt, dass der Zug ist also nicht abgefahren, ja und auch wenn man jetzt und die Frage ging
00:29:29: ja so ein bisschen, was ist jetzt mit den Wallets, da gilt für mich genau das Gleiche,
00:29:32: wir erleben immer wieder, dass auf einmal neue Dienste aufpoppen, die einen Kunden oder
00:29:38: Nutzerproblem lösen und auf einmal sich sehr breit machen in der Nutzung, ich meine vor
00:29:44: drei Jahren hätte keiner von uns gedacht, dass wir irgendwann mal sowas nutzen würden
00:29:48: in der Breite und auch in der Häufigkeit so ist wie Chatchivity, das war da, weil es
00:29:52: ein Problem gelöst hat und da war weder Google darauf vorbereitet und Apple ist immer noch
00:29:56: nicht darauf vorbereitet und OpenAI überholt die gerade von links und rechts und wenn man
00:30:00: sich mal so die Unternehmenswerte anschaut, dann würde ich mir als Big Tech langsam aber
00:30:04: sicher Sorgen machen, wer weiß, vielleicht kommt irgendwann von OpenAI eine eigene
00:30:08: Wallet und ein eigenes Bedarf Verfahren, ich meine wir haben selbst dort schon Mösungen
00:30:13: mit Worldcoin etc. also das würde ich so nicht sagen, dass das der Zug abgefahren ist,
00:30:18: lange Antwort für eine kurze Frage, sorry.
00:30:20: Ja aber ganz wichtig da auch mal eine Position zurück um die nicht heißt, bei uns gar nicht
00:30:27: erst zu versuchen, das Wuppen eh schon die Big Techs im digitalen Kontext, insofern macht
00:30:33: das zumindest mir auch ein bisschen Hoffnung.
00:30:35: Ja haben wir denn auch Hoffnung für Vero, wenn wir sehen, dass der digitale Euro da ja
00:30:41: auch langfristig eine Rolle spielen will, der hat heute schon einiges darüber gehört,
00:30:44: ihr habt einiges darüber erzählt, wo die Grenzen des digitalen Euros sind, wo es sich
00:30:49: auch Unterschiede gibt, Frage an Olli, hast du da zu einer Meinung?
00:30:54: Also, na und frage ich dich eigentlich auch den Mic stellen wollte, aber jetzt dann eben
00:30:58: mal an dich richten, was glaubst du denn, welche Rolle spielt der digitale Euro jetzt auch
00:31:04: auf Seiten der EU, also in der langfristigen Strategie, na wird ja dann eben diese privaten
00:31:09: Verfahren, die wir gerade versuchen aufzubauen mit Vero und andere, wird er die verdrängen,
00:31:13: also gerne auch beide, mit einer Antwort.
00:31:15: Ja, also ich glaube auf der wirklich high Level Ebene ist ja der digitale Euro eigentlich
00:31:20: der Versuch, so interpretiere ich das, der EZB und vielleicht auch der EU ein Problem
00:31:27: zu lösen, von dem sie glaubt, dass die Europäer, die europäischen Banken das nicht mehr hinkriegen.
00:31:33: Na die haben jetzt irgendwie 10, 15 Jahre zugeschaut und haben wir halt gesehen, da entsteht ganz
00:31:37: viel, aber das ist halt wenig europäisch, na so und dann haben sie ein Schim entwickelt,
00:31:42: was sehr ähnlich ist zu Vero, weil viele sagen, ja das ist sehr redundant und wird dann nochmal
00:31:47: mit zusätzlichen Steuern geil dann aufgebaut und ich glaube, wenn wir eine valide Alternative
00:31:54: entwickeln und die Politik in Form von EZB und EU-Kommission auch Vertrauen entwickelt,
00:31:59: dass wir privatwirtschaftlich etwas bieten können, dann kann ich mir vorstellen, der
00:32:04: digitale Euro ist ja noch nicht entschieden, kann mir vorstellen, dass die Strategie angepasst
00:32:09: wird.
00:32:10: Ich glaube nicht, dass der digitale Euro verschwinden wird, dafür ist die Idee einfach
00:32:13: da und es gibt ja auch Aspekte des digitalen Euros, die löst Vero nicht, aber ich komme
00:32:18: wieder zurück zu der eigentlichen Antwort.
00:32:20: Wenn du es kombinierst, du nimmst halt eine Wallet, die ist nicht staatlich reguliert,
00:32:24: es gibt halt Gesetze, die halt sagen, wie so was funktioniert, du lässt die Privatwirtschaft
00:32:29: damit machen, im Sinne von lass dich zertifizieren und du bekommst dann von der EZB einen, würde
00:32:36: ich mal sagen, ein Rohmaterial, ein tokenbasiertes Rohmaterial, das sich digitale Euro nennt
00:32:41: und was dann einfach blockchainmäßig oder ähnlich so gut funktioniert wie heute, die
00:32:46: ganzen anderen tokenbasierten Währungen, die im Grunde ja nicht mehr kontrolliert werden
00:32:51: von der EZB, da kannst du zumindest mit meiner Enterprise Strategie sich kannst du daraus
00:32:57: was machen.
00:32:58: Und dann, wenn du fragst, welche Chancen hat eine EU, den du wolltest im Vergleich zu
00:33:01: den privaten Identität, Zahlungslösungen, also es gibt gar nicht den Vergleich, weil
00:33:05: am Ende des Tages baust du das alles zusammen und dann ist es halt irgendwie eine Privatlösung,
00:33:09: unterstützt mit entsprechender staatlichen Aspekten.
00:33:13: Und Mike, wird es am Ende eine Wallet geben oder bleibt der Ansatz, da heißt man jedes
00:33:18: Land muss man mindestens eine rausgeben, aber was glaubst du, wird es sich, wenn es sich
00:33:22: durchsetzt, am Ende durchsetzen?
00:33:24: Das klingt ja sehr stark, also wir reden ja jetzt, die Frage zieht es ja so ein bisschen
00:33:28: auf die EODY Wallet, also auf das Thema digitale Identitäten.
00:33:32: Da bin ich, muss Oli vielleicht sogar noch das was ergänzen, also ich weiß, dass es
00:33:37: Länder gibt oder ich meine mich erinnern zu können, dass es Länder gibt, die tatsächlich
00:33:41: als Land eine Wallet herausgeben werden und dann gibt es halt Länder und dazu gehört
00:33:45: Deutschland, die es jetzt endlich dritten erst mal ermöglichen, also es wird in Deutschland
00:33:49: nicht eine EODY Wallet oder eine EID Wallet geben, sondern unterschiedliche, wie gesagt
00:33:55: Oli Gore-Yemich, wenn ich da falsch liege, deswegen zumindestens für Deutschland kann
00:33:59: man glaube ich sagen, es gibt nicht die eine digitale Identitäten-Lösung.
00:34:03: Nee, das ist auch richtig, um das nur mal zu ergänzen und das ist auf der einen Seite
00:34:07: die Chance, aber auch das Risiko, die Chance, dass du dich privatwirtschaftlich engagieren
00:34:11: kannst, du kannst sagen, ich lass mich zertifizieren, ich denke dieses deutsche Modell, was Mike
00:34:15: angesprochen hat, das wird auch im Rest von Europa, ich glaube ein Modell werden, weil
00:34:20: das Gesetz auch so ermöglicht, das ist eine Chance, das ist aber auch ein Risiko, wenn
00:34:24: du nachher ganz viele Wallets hast und die funktionieren nicht miteinander, weil sie
00:34:29: nicht halt kompatibel sind, dann ist die Idee, die auf dem Papier gut ist, auch wieder ganz
00:34:34: ganz schnell tot, das ist die Risikoseite, das können halt viele Wallets entstehen, durch
00:34:37: die vielen kann natürlich Inkompatibilität entstehen und wenn der Kunde halt feststellt,
00:34:42: das funktioniert alles nicht, so wie der Gesetzgeber sich das ausgedacht hat, dann ist die Idee
00:34:47: auch, obwohl es im Gesetz gibt und obwohl es Verpflichtungen gibt, wird dann auch wieder
00:34:51: sterben und ich glaube auch, dass die Googles und die Apples dieser Welt auch versuchen
00:34:56: werden sich zertifizieren zu lassen, ich meine sie haben die Technologie, sie haben das
00:35:00: super Interface, sie haben die Erfahrung, also auch da sollte man schon damit rechnen,
00:35:07: dass die genauso wie jede andere Bank oder Finanzunternehmen oder private Entity versuchen
00:35:11: werden dieses Feld zu besetzen, da könnte man jetzt eine emotionale und auch strategische
00:35:15: Diskussion starten, ist das gut, ist das schlecht, wenn das kommt kooperiert man, versucht
00:35:21: mal zu blockieren, Ingloridmas ist auch eine valide Diskussion, die geführt wird, aber
00:35:25: man sollte jetzt auch damit rechnen, dass auch die tatsächlich dann in diesen Markt reingehen
00:35:30: und genauso auch, Mike hat das ja eben schon mal schön gesagt, also Google und Apple ist
00:35:35: ja kein Payment Verfahren als solches, aber Visa oder Mastercard, die sind durchaus Payments
00:35:39: gibt es ja und auch die haben eine Interesse und auch die sprechen mit und auch die sehen
00:35:44: hier, da kommen ja zur Eingangsfrage, Wallet Wars oder nicht, auch die sehen hier in gewissen
00:35:50: Trend einen Change, der jetzt kommt und da muss man halt gucken, wo bleibt man da, ja.
00:35:55: Wir haben jetzt ja doch wieder verdammt viel das Thema Payments gleichgesetzt mit der Wallet,
00:36:01: weniger mal das Thema digital Identitäten gesprochen, wir haben vor allem aber auch
00:36:06: jetzt mit einem wirtschaftlichen Fokus auf das Thema geblickt, was mir so ein bisschen
00:36:11: fehlt, ist jetzt noch der gesellschaftliche Diskurs, also mal angefangen damit, dass
00:36:16: ich mir nicht sicher bin, ob außerhalb unserer Bubble, unserer Blase jetzt schon eine breite
00:36:24: gesellschaftliche Diskussion gibt zur Relevanz und Notwendigkeit einer digitalen Wallet.
00:36:31: Wie Mike siehst du das, ist das was, was jetzt auch schon angekommen ist, sagen wir mal
00:36:37: zum Beispiel im Kreise deiner Familie oder Menschen, die du kennst, Freunde von dir,
00:36:43: die nicht unbedingt jetzt im Fintech oder eben Digitalisierungskontext unterwegs sind?
00:36:48: Gibt es noch Freunde außerhalb unseres Digitalisierungen und Fintech oder haben wir die Schlelle verloren?
00:36:54: Ja, wir haben alle verloren.
00:36:55: Sehr gut.
00:36:56: Also ich habe keine mehr, Mike.
00:36:57: Ich wollte gerade sagen, Luft wird dünn, Olli, für uns.
00:37:00: Spaß beiseite.
00:37:01: Ich glaube, dass das Thema, also wir müssen ja immer ein bisschen darauf schauen, wir
00:37:04: sind ja in der Tat schon ein bisschen älter und wenn ich mir meine Kinder anschaue, die
00:37:08: ja anfangen so von 10 bis mittlerweile 19, also drei Stück, die erleben ja eine ganz
00:37:13: andere Form der Digitalisierung und auch eine ganz andere Nutzung des Smartphones.
00:37:17: Also mein großer als auch die mittlere, die jetzt mehr in Zahlungsverkehr aktiv sind,
00:37:23: die verstehen gar nicht mehr, warum ich ab und an schon mal aus meinem Portmonee noch
00:37:26: eine Karte raushole.
00:37:27: Das ist für die, das ist die schüttelnden in dem Kopf, ja, so wie so ein Boomer werde
00:37:32: ich dann beschimpft.
00:37:33: Soll heißen, also da ist eine Generation, die jetzt gerade nicht nur nachwechseln, die
00:37:37: ist ja auch schon da.
00:37:38: Also wie gesagt, mein großer 19, der verdient ja auch Geld.
00:37:40: Die nutzen solche Lösungen ganz anders, wie wir sie vielleicht noch nutzen.
00:37:45: Also ja, das ist in der Gesellschaft angekommen und selbst meine Eltern fangen langsam an.
00:37:49: Die sehen dann, dass man kann ja auch mit dem Smartphone bezahlen, kann ich das nicht auch
00:37:52: nutzen, wie mache ich denn das?
00:37:53: Also solche Fragen kommen jetzt.
00:37:55: Und das Wichtige daran ist, jetzt nochmal ein bisschen die Kamera zu bilden auf dem
00:37:59: Thema digitale Identitäten.
00:38:00: Wenn du mich jetzt fragst, Mike, das Thema digitale Identitäten, ist das ein Ding da
00:38:06: draußen, dann würde ich sagen spontan, also wann musste ich mich das letzte Mal ausweisen
00:38:10: oder ewig her?
00:38:11: Also aber wichtig ist zu verstehen, wenn ich mich ausweisen muss, ja, hat das ja sehr
00:38:17: viel damit zu tun, was ist mein Gegenüber.
00:38:19: Ich werde selten von der Polizei angehalten und wenn ich zum Ratus gehe, weil ich mich
00:38:24: ummelde, kommt das auch nicht oft vor.
00:38:26: Aber wir sehen natürlich auch bei den behördlichen Diensten immer mehr Digitalisierung und spät
00:38:30: ist es dann, wenn ich mein Auto online ummelden kann, ich glaube es gibt Städte, da geht
00:38:33: das mittlerweile, brauche ich eine digitale Identität.
00:38:36: Das heißt, es hat ja ganz viel was mit Akzeptantstellen zu tun.
00:38:38: Das heißt, je mehr Akzeptantstellen es gibt, desto mehr Sinn macht auch das Thema digitale
00:38:43: Identität.
00:38:44: Und letzter Satz dazu, und auch das hat etwas mit der Entwicklung zu tun, die wir in den
00:38:47: letzten 2-3 Jahren erlebt haben.
00:38:49: Wir sehen immer mehr Deepfakes da draußen, immer mehr Content, Bilder, Videos.
00:38:53: Von denen, ich weiß ja nicht mehr, ob ihr echt seid.
00:38:55: Ja, also das ist aber da, wo man sagen muss, es braucht eigentlich sowas wie eine gesicherte,
00:39:01: zertifiziertes Bild, Content, wo ich weiß, alles klar, das Bild, was ich jetzt sehe
00:39:06: bei Spiegel Online, ist echt.
00:39:07: Und dafür können natürlich digitale Identitäten auch helfen, weil dann sehe ich, der Olli schickt
00:39:12: mir ein Bild aus dem Urlaub und sehe dann an so einem blauen Haken, alles klar, da ist
00:39:15: halt das Systembild vom Olli und nicht eben wie eines, was von Mitjourney generiert wurde.
00:39:20: Das heißt, wir müssen auch das Thema digitale Identitäten etwas weiterdenken.
00:39:24: Wir gucken immer so, Behörde, Polizei, sowas, aber da kommt ja noch ein bisschen was.
00:39:28: Und wird das nicht Mike?
00:39:29: Das Bild, das ich jetzt im Kopf habe von Olli, der dir aus dem Urlaub bildet, er hat sich
00:39:37: dafür schon gelohnt.
00:39:38: Sorry Olli, aber du hast gerne die Olli dazu zu sagen.
00:39:41: Ja, ich weiß, Mike, ja tatsächlich, wir gucken ja auch das Identität Thema sehr traditionell.
00:39:46: Also diese üblichen Check-out Prozesse und so weiter.
00:39:49: Ich zeige irgendwo einen Führerschein vor.
00:39:51: Inzwischen bin ich panisch.
00:39:52: Also wenn irgendeiner anfängt, meinen Führerschein zu kopieren und dann so Papier irgendwo hinzulegen,
00:39:57: dann fange ich an mit dem zu diskutieren und hinter mir in der Schlange denken, was ist
00:40:01: denn das von Ihrer Opa, warum bildet er denn jetzt nicht, dass der seinen Führerschein kopiert?
00:40:04: Der will auch jetzt da ein Auto ausleihen.
00:40:06: Hab ich erlebt, mache ich immer wieder, das ist für mich, aber Mike, was du hier wirklich
00:40:09: richtigerweise sagst, das, was wir gerade erleben, diese ganze KI, macht es ja eigentlich, da gibt
00:40:15: es zwei Sichten drauf, aber aus meiner Perspektive immer wichtiger, dass man sich in irgendeiner
00:40:20: Form identifiziert, identifiziert in den Grund, das überall wirklich schlanken Fuß.
00:40:25: Ja, diese Diskussion, heute Morgen habe ich das wieder mitgekriegt oder war das gestern,
00:40:29: weiß ich schon nicht mehr, Social Media ab 16, Altesverifikation.
00:40:32: Das ist noch nicht mal ein großer KYC-Prozess und nicht hinterlassbar in der Adresse, sondern
00:40:37: alleine, dass wir unsere Kinder, unsere Jugend schützen und zum Paar Regeln einführen,
00:40:44: dafür wäre ja schon so was nötig, wie ich habe so eine Smartphone-App, wir wollen jetzt
00:40:49: nicht mehr mit dem Digitalen, mit der EAD, mit dem Plastikausweis rumlaufen und irgendwo
00:40:52: bei YouTube anmelden, um in den Video zu gucken oder wie siehst du das?
00:40:56: Also wie siehst du da diese Entwicklung?
00:40:59: Du bringst das ja mein, dieser grüne Haken, von dem du sprichst, der halt mit irgendeiner
00:41:03: Form auch über Identifizierung durchgeführt wurde.
00:41:06: Ja, also im Prinzip sehe ich da, oder kann es das ja konjunktiv, weil sie beide wissen
00:41:10: es nicht, wenn wir alles wissen, dann würden wir wahrscheinlich auch nicht mehr gesitzen,
00:41:14: dann wären jetzt sehr reich und wären schon im Urlaub.
00:41:16: Aber ich glaube, man kann ein Stück weit Analogien herstellen in der Entwicklung und so wie wir
00:41:21: im Zahlungsverkehr eine Digitalisierung erlebt haben, so wie wir in vielen anderen
00:41:25: Bereichen leuelt, wie wenn man jetzt mal so ein bisschen in die E-Commerce schauen, die
00:41:28: Digitalisierung überhaupt der ganze Handel, wie wir heute einkaufen, das ist alles stark
00:41:31: digitalisiert, macht es ja auch nur Sinn, dass wir das Gleiche auch erleben.
00:41:35: Nur, und das gibt diesen alten Spruch von dem ehemaligen Telefoniker, ich vergesse
00:41:40: den Namen immer, wenn ich einen scheiß Analogenprozess digitalisiere, habe ich einen scheiß
00:41:43: Digitalenprozess, das gilt natürlich für dieses Thema ganz genauso.
00:41:47: Das heißt, ich muss letztendlich das ganze Thema EID auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten
00:41:52: von heute anpassen und die sind eben halt nicht mehr, ich melde nicht bei einer Behörde
00:41:57: um, das kommt vor, aber es kommt halt eben nicht so oft vor wie und du hast eben einen
00:42:01: ganz wichtigen Stichpunkt genannt, das ganze Thema Altersverifikation, ja, insbesondere
00:42:05: im Bereich emotionalen Content für die Menschen, die nicht wissen, was emotionaler Content
00:42:09: ist, also das sind Bewegbilder mit Menschen, die wenig anhaben.
00:42:12: Auch da werden die Stimmen zu Recht immer lauter, dass das entsprechend abgesichert wird
00:42:17: und auch da braucht es ja genau solche Lösungen und das mein ich damit.
00:42:20: Also ich glaube sehr stark daran, dass wir eine Entwicklung erleben, die ist zwangsläufig.
00:42:25: Für mich ist ja ja die spannende Frage, wie ist dann die Umsetzung und Olli bist du möglich
00:42:29: tiefer drin sind wir, wenn du mal auf das Projekt OIDI schaust, guckt man da noch so alte Weltmäßig
00:42:36: drauf oder hat man schon verstanden, dass die Welt sich inzwischen weiter gedreht hat?
00:42:41: Das ist durchaus eine berechtigte, nicht ganz einfache Frage, ich glaube, wenn du usability
00:42:47: oder customer experience ansprichst, wenn wir schlechter sind oder nicht as usable
00:42:53: as apple und google wird auch die OIDI wallet kaum eine Chance haben, das heißt der große
00:42:59: i would say selling point ist, dass du aus der Kombination und mit den verschiedenen
00:43:04: Dingen, die du auf dem Smartphone hast, vor allem ein extrem bequemes Empfinden für
00:43:09: den Kunden erzeugst.
00:43:10: Wenn wir das nicht schaffen, der Kunde muss es ja wollen, der Kunde muss sagen es ist
00:43:14: so einfach wie zum Beispiel ich scannen koakot von so einem Roller in Berlin und kann losfahren.
00:43:19: Ey, der Roller kennt mich wie auch immer, ich habe bezahlt und fahre los.
00:43:23: Dieses wirklich dieser one stop shop, den muss im Zweifel auch in Kooperation mit den Betriebssystemen,
00:43:31: google oder apple, dieser one stop shop muss für ein logisches Konstrukt euID wallet geschaffen
00:43:37: und wenn wir das nicht schaffen, dann wird der Kunde dann irgendwelche anderen Lösungen
00:43:44: Erfolg haben und dann ist dieser Traum meines Erachtens auch schnell ausgeträubt, zusätzlich
00:43:49: mit wenn man es halt nicht hat, eben gesagt, wenn wir die Standards nicht schaffen.
00:43:53: Mit Blick auf die Zeit, wir haben jetzt schon fast 50 Minuten, das ist für uns schon sehr
00:43:58: lange und ich bin mir relativ sicher, ihr könntet noch die eine oder andere Stunde dranhängen,
00:44:03: zumindest was euer Wissen und euer Mitteilungsbedürfnis zu dem Thema angeht.
00:44:08: Zweiteres, zweiteres.
00:44:09: Sehr gut, aber ich hätte ja total gerne noch länger mit euch über das Thema Datenschutz
00:44:18: und Sicherheitsbedenken gesprochen.
00:44:20: Ich habe nur so ein Gefühl, wenn wir das Kapitel aufschlagen, damit das wirklich noch sehr
00:44:24: lange gehen.
00:44:25: Ich finde es super, wenn wir da auch die nächsten Wochen nochmal abwarten drauf schauen, in
00:44:30: die Diskussion mal so richtig in Fahrt kommen.
00:44:33: Also ich habe mitgenommen bei Permanent Banking bei der Konferenz jetzt im März, da gibt es
00:44:39: eine interessante Diskussion dazu, vielleicht reden wir danach nochmal darüber, weil es
00:44:43: eben auch ganz unterschiedliche Meinungen zu dem Thema geht.
00:44:46: Würde ich gerne nochmal aufgreifen, vor heute würde ich jeden von euch zwei Abschlussfragen
00:44:50: stellen, mit der Bitte, die kurz zu beantworten.
00:44:54: Erste Frage ist, glaubt ihr, dass die Eudie Wollitz was wird und glaubt ihr, dass wir
00:45:01: als Sparkassen da eine relevante Rolle spielen können?
00:45:04: Ich fange mal an mit unserem heute exklusiv Gast mit Mike.
00:45:08: Ja, ich glaube, sie wird was, weil sie kommt.
00:45:12: Der Tropf ist sozusagen gelutscht und da wird was kommen.
00:45:15: Sollten wir bei den Sparkassen dort eine Rolle spielen?
00:45:17: Naja, auf jeden Fall.
00:45:18: Erstens, Olli hat ganz zu Eingangs gesagt, wir müssen da eine Rolle spielen, weil wir
00:45:22: verpflichtet sind, die entsprechend zu unterstützen, zumindest wenn es darum geht, unsere eigenen
00:45:27: Lösung quasi aufzuschließen.
00:45:28: Und da muss man natürlich sehr didiziert schauen, wie können wir in diesem Bereich
00:45:32: mitspielen und wie sind wir da unterwegs.
00:45:34: Und Olli ist mit dem Digital Hagarbohr in verschiedenen prototypischen Projekten sehr
00:45:38: aktiv und da gilt es natürlich darum, Erfahrung zu sammeln.
00:45:41: Olli hat eben zwei wichtige Sachen gesagt und ich weiß, ich sollte eine kurze Antwort
00:45:45: geben, aber ich finde es wichtig.
00:45:46: Am Ende des Tages ist immer die Frage, was haben unsere Kundinnen und Kunden davon,
00:45:50: wie liegt es in der Hand?
00:45:51: Und da gibt es einen Benchmark und an dem muss man sich orientieren.
00:45:54: Und wenn man das Gesamt sich betrachtet und da gut unterwegs ist, dann kann man auch
00:45:58: entsprechend erfolgreich sein.
00:45:59: Ja, vielen Dank.
00:46:00: Und Olli, deine Antworten?
00:46:01: Also ich würde mich noch nicht festlegen wollen.
00:46:04: Also dafür ist das Projekt zu komplex, als das ich jetzt sagen würde, es kommt oder
00:46:09: es kommt nicht, ich sag, Europa braucht es.
00:46:12: Wenn wir es nicht hinbekommen, dann müssen wir uns einen Alternativplan für die Digitalisierung
00:46:17: von Europa überlegen, weil das System, was wir damit einführen, ist essenziell für die
00:46:23: Digitalisierung, damit für Wachstum und auch für Abbau von Bürokratie und Reduzierung
00:46:28: von Kosten.
00:46:29: Ja, das Ding, also ich wiederumwähle mich, wenn das Ding nicht funktioniert, dann muss
00:46:33: irgendjemand in Europa sich hinstellen und wir sehen das ja auch im Workprogramm 2025
00:46:37: und uns Europäern erzählen, was ist die Alternative?
00:46:40: Ich kenne keine Alternative, also muss es funktionieren.
00:46:43: So, und was Mike sagt, ist, ich will es nur verkürzt nochmal wiederholen.
00:46:48: Wir haben ganz viele Rollen oder könnten viele Rollen einnehmen, da gibt es Mussrollen,
00:46:52: die müssen wir so oder so machen und dann gibt es noch ein paar Kannenrollen, die man
00:46:55: in so einem Wallet-Ökosystem wahrnehmen könnte.
00:46:57: Da könnte man eine eigene Folge entsprechend aufnehmen.
00:47:00: Deswegen würde ich an dieser Stelle mich selber abbinden.
00:47:02: Okay, ganz vielen Dank.
00:47:05: Superspannende Diskussion.
00:47:06: Ich weiß, spannend wird oft als Wort genutzt.
00:47:10: Deswegen bringe ich es heute auch nochmal.
00:47:12: Ich danke euch für eure Zeit, für eure Beiträge, für die interessante Diskussion.
00:47:17: Ich würde mich total freuen, wenn wir das nochmal wiederholen können, insbesondere
00:47:20: eben nach der Veranstaltung in Frankfurt.
00:47:23: Bis dahin, wünsche ich euch eine gute Zeit.
00:47:26: Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.
00:47:28: Vielen Dank.
00:47:29: Dankeschön.
00:47:31: Digital einfach machen.
00:47:33: Digital einfach machen.
00:47:34: Der Podcast der digitalen Schwarkasse der Zukunft.
00:47:40: [Musik]
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