Blitzlicht 03 - Rolle Rückwärts - Die Fida ist doch nicht tot!
Shownotes
Das Arbeitsprogramm der Kommission zum selber schmökern:
https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/strategy-documents/commission-work-programme_en
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von "Digital Einfach Machen".
00:00:16: Ich bin Frank Weigand und ich habe heute wieder Olli und Florian bei mir, unsere Experten
00:00:21: für EU, Fortprävention, digitale Identitäten und ganz viele andere Dinge.
00:00:25: Leute, was für eine Woche! Absolute Premiere für uns, zwei Podcast-Folgen innerhalb von drei Tagen,
00:00:31: das hat einen guten Grund. Wir und ein großer Teil der Branche sind nämlich heute vollkommen
00:00:36: überrascht worden von dem, was die EU in ihrem Arbeitsprogramm für 2025 veröffentlicht hat.
00:00:41: Und das, obwohl wir ja schon am Montag sehr überrascht waren.
00:00:44: Ja, also auch von mir, hallo! Frank, in der Tat, also eine afterbadende Gefühle und ich kenne mich
00:00:50: ja in Sachen Gefühlen gut aus. Ich würde sagen, wenn das so weitergeht, sollten wir wirklich
00:00:54: nochmal darüber nachdenken, ob wir nicht zusammenziehen in Berlin irgendwo. Florian, du und ich und dann
00:00:58: gleichzeitig uns einen Zimmern Podcast Julio machen. Und dann täglich senden. Ja, auch von mir,
00:01:02: hallo in die Runge. Ja, ich freue mich wieder dabei zu sein. Ich habe mich erst schon am Montag
00:01:08: gesagt, das wird eine spannende Woche, was für eine Woche. Es hat sich fortgesetzt. Jetzt mal abwarten,
00:01:13: was Donnerstag und Freitag noch passiert. Ja, das stimmt. Wir haben ja am Montag die Gerüchteküche
00:01:18: aufgegriffen und da über die drohende Streichung von Fida gesprochen. Das soll ich sagen, Florian,
00:01:23: mit der Aussage "Was für eine Woche", da hattest du mal wieder recht. Ja, da hatte ich wohl den
00:01:28: richtigen Griecher. Ja, du hast ja das Gefühl, dass da noch was kommt und es ist auch was gekommen.
00:01:38: Das hat sich gestern Abend, glaube ich, so ein bisschen angekündigt. Da ging die Gerüchteküche
00:01:42: wieder los und heute war es dann tatsächlich soweit. Das Arbeitsprogramm der EU-Kommission
00:01:48: für 2025 ist veröffentlicht worden. Ja, und das sind wir drin. Die Fida. Und nicht, wie wir gedacht
00:01:55: haben, eine gestrichene Fida. Also das Programm, die Initiative ist weiterhin enthalten, die Regulierung
00:02:02: soll stattfinden und ganz ehrlich, für mich ist das eine Rolle rückwärts. Ja, hast du recht? Also,
00:02:08: ich habe gestern ausnahmsweise mal ein bisschen Frühaufreiherabend gemacht. Ich habe es dann erst
00:02:12: selber aus den Medien erfahren. Also entgegend des Leaks, den wir Montag erhalten haben, ist die Fida
00:02:17: weiterhin im Programm der EU-Kommission und das kann dann doch überraschend. Also ich sage mal,
00:02:23: in der Vergangenheit haben wir ja doch schon, wir bekommen schon mal, dass ein oder andere Mal
00:02:26: Leaks werden durchgestochen und meistens sind sie dann auch eins zu eins später genauso
00:02:31: veröffentlicht worden. Das war diesmal anders. Da scheint auf jeden Fall jemand ganz schön fleißig
00:02:35: den gestrigen Tag für Lobbyarbeit genutzt zu haben. Olli, kannst du dir das erklären? Ja,
00:02:39: auf der einen Seite schon, auf der anderen natürlich nicht, weil normalerweise, wenn so was
00:02:43: geliegt wird, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass das nachher dann auch Realität wird, doch in
00:02:48: der Regel sehr hoch. Bloß, wir haben ja in diesem Fida-Kontext haben wir so drei Hauptparteien.
00:02:53: Wir haben auf der einen Seite die Banken, die im Grunde, würde ich mal sagen, relativ neutral
00:02:58: damit gerechnet haben, dass Fida kommt und sowieso an Open Data gewöhnt sind. Wir hatten das
00:03:03: im Bespruch mit PSD2. Dann die Fintechs, die extrem an Fida interessiert sind, weil sie einfach glauben,
00:03:10: dass ausgrund der offenen Datenarchitektur und des Austausches berechtigt oder nicht berechtigt,
00:03:14: sich viele neue Produkte entwickeln lassen. Also die Fintechs sind sehr co, die Banken
00:03:20: würde ich als neutral einschätzen und dann kommen noch die Versicherer und alle Versicherungsähnlichen
00:03:26: Organisationen. Und ich glaube, die sind dem Ganzen, auch weil sie es überhaupt nicht gewöhnt sind
00:03:31: und weil sie natürlich auch eine extreme Gefahr in ihrem Geschäftsmodell sehen,
00:03:34: vielleicht noch viel extremer die Gefahr als Banken, die sind natürlich aus meiner Perspektive
00:03:40: heraus eher sehr negativ und dann wird wahrscheinlich etwas stattgefunden haben. Diese drei Lobbyistenfraktionen
00:03:46: haben sich dann, nachdem es geliegt worden ist, in der Nacht die Köpfe eingeschlagen und dann scheint
00:03:52: halt der Fintech zweig und vor allem spricht die EU-Kommission ja viel von Innovationen und
00:03:57: neuen Wachstum. Der scheint sich dann letztendlich durchgesetzt zu haben. Das ist jetzt eine Interpretation,
00:04:03: eine Hypothese und durchgesetzt, vielleicht muss ich das auch nochmal hinten ranlegen, heißt ja,
00:04:07: es ist jetzt erstmal auf der Liste wieder. Sie steht auf der Liste irgendwo auf einem
00:04:13: hinteren Rang. Das heißt ja jetzt nicht, dass es ein priorisiertes Thema ist,
00:04:17: es ist jetzt nur nicht zurück aus der Liste herausgenommen worden. Das ist meine Interpretation.
00:04:21: Das hört sich nachvollziehbar an Florian. Wie ist denn deine Interpretation? Was glaubst du denn,
00:04:27: wie es jetzt weitergeht? Ja, erstmal, Olli, völlig recht. Das Thema ist wieder auf der Liste, mehr nicht.
00:04:32: Ich würde wieder jetzt mit einem ziemlich angeschlagenen Boxer in der elften Runde vergleichen, der schon am
00:04:38: Wanken ist. Jetzt hat ganz Europa gesehen, dass sich die EU-Kommission offensichtlich selber nicht
00:04:42: ganz einig ist. Der eine Teil scheint es zu befürworten, der andere Teil nicht. Deswegen war es
00:04:47: jetzt zwischenzeitlich mal verschwunden. Das macht es natürlich nicht einfacher. Und da wo
00:04:52: keine Einigkeit ist, da kann man ansetzen und das werden sicherlich jetzt einige machen und das
00:04:58: wird in jedem Fall, da bin ich mir ganz sicher, zu ziemlich umfangreichen Änderungen führen,
00:05:02: die sicherlich auch zum Teil berechtigt sein werden. Kritikpunkte gab es ja an,
00:05:06: wieder wird es jetzt sicherlich noch stärker geben. Welche sind denn das? Also auch die Dekar hat sich
00:05:13: in der Vergangenheit schon zu viel da geäußert, Olli. Ja, bevor ich die Frage beantworten möchte,
00:05:18: ich möchte auch nochmal kurz auf das referenzieren, was Florian gesagt hat. Wir sind ja vor dem Trinok
00:05:24: in Europa. Und vor dem Trinok heißt eigentlich praktisch noch am Anzammeln. Was jetzt passiert
00:05:29: ist, ist ein eindeutiges Signal in den Markt, dass Fida jetzt nicht einfach so ein "Poem Run" wird.
00:05:37: Ja, und jetzt sind vor allem alle Kritiker ermutigt in den Trinok-Verhandlungen, die in der Regel
00:05:41: schon von Natur aus sehr komplex ist, jetzt mit diesen Schatten einzusteigen. Und ich denke,
00:05:46: dass sich der Entwurf, den wir heute kennen, nochmal wesentlich ändern wird. Und das wird
00:05:51: dann vielleicht nicht mehr das Fida sein, was wir heute aus dem Papier so sehen und kennen. So was
00:05:56: sind die Gründe? Ich meine, wir hatten zum unserem letzten Podcast angesprochen. Es ist eine riesige
00:06:01: Regulierung, eine riesige und hochkomplexe Regulierung. Und wir wissen das jetzt aus anderen
00:06:07: europäischen Gesetzen, die einen großen digitalen Impact haben. Je größer und die digitaler,
00:06:12: desto erfolgsunwahrscheinlicher, weil desto komplexer. So, und ich glaube einfach die Komplexität,
00:06:19: auch wenn Open Data und Open Finance kein schlechtes Thema ist, die Komplexität ist nicht wirklich
00:06:24: managebar. Und das ist einer der großen Kritikpunkte der DK, aus der Versicherungensbranche
00:06:30: kommen dann andere Kritikpunkte, der einfach die Gefahr für das Geschäftsmodell sieht.
00:06:34: Die sehen einfach tatsächlich in ihren Grundmauern Open Data als Risiko und über das Hintext
00:06:40: hatten wir schon gesprochen. Okay, es gibt ja auch die Giro-AP-Initiative der deutschen
00:06:44: Kreditwirtschaft. Wird die durch FIDA beeinflusst? Und wenn ja, wie? Dazu von mir ein klares Nein.
00:06:50: Die Giro-AP-Initiative ist eine freiwillige, markgetrieben Initiative der deutschen Kreditwirtschaft,
00:06:57: die zum Jahreswechsel gestartet ist, also gerade seit sechs Wochen als Schim vorhanden ist. Und
00:07:03: sicherlich kann man drüber nachdenken, ob man die Anforderungen der FIDA mit Giro-AP abbildet.
00:07:08: Da gab es ganz zarte erste Gespräche, aber dass FIDA die Giro-AP beeinflusst, das würde ich nicht sagen.
00:07:14: Na, da bin ich gespannt, weil ihr seid ja auch schon ziemlich lange an der Giro-AP dran. Die Idee war,
00:07:20: glaube ich, gut. Und eine der Ideen war es ja auch, vor der Regulierung etwas anbieten zu können,
00:07:25: um der auch in gewisser Weise zuvor zu kommen. Also insofern, gerade das Thema wird auch die
00:07:31: nächsten Monate und vielleicht auch Jahre uns weiter stark beschäftigen. Aber in dem Arbeitsplan,
00:07:36: da gab es ja auch andere Überraschungen, die uns die EU-Kommission heute bereitet hat. Olli,
00:07:42: hast du da mal reingeschaut, was da vielleicht für uns noch relevant sein könnte? Ja, das
00:07:49: jeden Fall Themen, die noch gestrichen worden sind. Einige KI-bezogene Regulierungen, die eigentlich
00:07:54: für 25 geplant waren, wurden gestrichen. Zum Beispiel der Privacy Act und das KI-Haftungsrecht,
00:07:59: das ist nicht mehr so auf der Liste, wie wir das vorgesehen haben. Kann man vielleicht auch
00:08:04: einigermaßen erklären? Man möchte halt diesen KI-Wachstumsmarkt, nach dem man halt sieht,
00:08:10: was da gerade alles passiert. Wir haben das ja gerade in der Presse verfolgt. Just gestern und
00:08:15: vorgestern, wie die Franzosen nach vorne.
00:08:16: eine Gepresche mit enormen Milliarden Summen und jetzt auch noch mal von der
00:08:21: Leyen, die auch noch mal mit 200 Milliarden Euro eine Schurne für die
00:08:25: Europäische Union signifikante Zahl genannt hat, die will man halt auch
00:08:30: vernünftig investiert sehen und dann sagt man einfach, okay, alles was jetzt
00:08:34: nie überregulieren könnte, nehmen wir erst mal runter,
00:08:38: staunen dem Wachstum zu oder den möglichen Innovationen und regulieren
00:08:42: dann. Also nicht eine vorsorgliche Regulierung, sondern eher lasst es
00:08:47: wachsen und wir schauen dann nachher was passieren muss, alle ähnlich auch für
00:08:51: die Amerikaner da agieren. Wobei, was den Privacy Act angeht, der ist ja auch schon
00:08:57: ein bisschen älter und hätte ja reformiert werden sollen, wenn ich es
00:09:00: richtig verstanden habe, dann bleiben uns die wunderbaren Cookies erhalten, also
00:09:04: wenigstens auf die hätte ich zumindest verzichten können. Jetzt ist ja KI jetzt
00:09:09: nicht unser heute vordringliches Thema, aber wir finden in dem EU-Kompass, von
00:09:16: dem wir ja am Montag schon gesprochen haben und eben auch in dem Arbeitsplan
00:09:19: von heute auch neue Themen, die zumindest ich bisher nicht auf dem Schirm hatte,
00:09:24: die mich aber vor allem daran erinnern, dass sie viel mit Themen zu tun haben,
00:09:30: Olli, um die du dich kümmerst. Stichwort wäre jetzt hier die Business Wallet.
00:09:34: Kannst du uns erklären, was das ist und welche Relevanz das bekommen könnte?
00:09:38: Ja, ich kann an die Niederstellungen nur noch mal sagen, Frank, und wir sollten das
00:09:42: in den Shownotes verlinken, weil das nur drei oder vier Seiten sind, dieses
00:09:46: sogenannte Work-Programm, was du jetzt häufiger referenziert hast.
00:09:50: ODIU-Kommission hat wirklich gesagt, für das Jahr haben wir das und das vor, ist
00:09:54: tatsächlich ein hochinteressantes Papier, weil es relativ einfach zu lesen und
00:09:58: einfach zu verstehen ist. Und in diesem Papier ist die Rede davon, dass wieder
00:10:02: Fida rausgefallen ist und jetzt wieder drin ist. So was aber die ganze Zeit seit
00:10:07: zwei Tagen aus dem Papier steht, ganz prominent an erster Stelle, ist eine
00:10:13: sogenannte EU Business Wallet. Ja, jeder, der mit uns in irgendeiner Form zu tun hat,
00:10:18: der ist schon fast genervt, wenn wir von Wallet wählen, wir reden da von den
00:10:21: sogenannten EU Wallet, wir halt für private Menschen, also private Kunden und
00:10:26: Kunden von Europa ab 11.26 Uhr verfügen gestellt wird. Und jetzt kommt halt die
00:10:31: Europäische Kommission und sagt, eines der wichtigsten Programme oder mit
00:10:37: einem sogenannten Business Wallet sein, also um Grunde das Gleiche für den
00:10:41: Privatbürger nun für Firmen und damit auch für Sparkassen, weil Sparkassen
00:10:45: sind im Grunde eigentlich auch alles nur Firmen. Und das überrascht sehr, weil,
00:10:49: auch wenn ich jetzt etwas länger rede, zwei Dinge dort sehr interessant sind.
00:10:54: Ich sage ja immer, die EU Wallet ist vor allem auch ein Wachstumsmotor, kann ein
00:10:58: Wachstumsmotor sein, ein Innovationsmotor, vor allem ein Retail-Geschäft. Und jetzt
00:11:02: kommt dieser Wachstumsmotor und wird ausgeweitet auf das Firmenkundengeschäft.
00:11:07: Man kann sich gar nicht vorstellen, was dort plötzlich an Möglichkeiten entsteht,
00:11:11: wenn wir eine Wallet haben, die in ganz Europa funktioniert. Aber das zweite
00:11:15: Argument und das sollte man nicht nur in den Tisch fallen lassen, mit dem halt
00:11:18: die EU Kommission für diese neue European Business Wallet wird, ist, dass die
00:11:23: Business Wallet helfen soll Bürokratie abzubauen. Ja, das heißt, ich führe eine
00:11:27: neue Bürokratie ein, nämlich diese Business Wallet kommt ja dann auch wieder
00:11:31: ähnlich wie EI das zwei mit einem Gesetz. Soll übrigens schon Q425 kommen und
00:11:36: sage, dieses Gesetz hilft dafür, andere Gesetze einfacher zu machen. Das kann man
00:11:41: sich ganz einfach vorstellen. Die ganzen Anforderungen und Regulatoriken, die
00:11:45: heute so mehr füllen müssen, Reportings, Datenaustausch, irgendwas beantragen,
00:11:49: sich registrieren, was ein hochmanueller Prozess ist, wo jede Firma wirklich
00:11:53: schimpft, wenn sie in irgendeiner Form mit irgendeinem anderen kommunizieren soll.
00:11:57: Das soll alles in dieser digitalen EU Business Wallet zusammenlaufen. Das
00:12:03: klingt nach Vision. Aber eigentlich ist drei Sotteles Jobs schon fertig, wenn die
00:12:08: Wallets für private Kunden und Kunden in elf, 26 Jahre herausgebracht wird.
00:12:13: Okay, aber die muss ja auch erst mal da sein und sich etablieren.
00:12:17: Ich habe aber verstanden, dass man nicht erst danach anfangen will, sich über
00:12:20: weitere Einsatzwecke für juristische Personen und Unternehmen Gedanken zu
00:12:24: machen, sondern dass man da eigentlich jetzt schon mit losgeht. Thema Sicherheit
00:12:28: ist immer eins Florian. Wie siehst du denn das allgemein gerade? Die Themen, die da
00:12:33: hochkamen, ist das ein Hemmnis für die EU-ID Wallet oder sagst du komm, heute nicht
00:12:38: das Thema, das machen wir mal an anderer Stelle? Ich glaube, in der Kürze der Zeit,
00:12:42: zumindest der Zeit, die wir uns vorgenommen haben, können wir das nicht
00:12:45: behandeln. Also sicherlich gibt das viele neue Möglichkeiten, Prozesse sicherer
00:12:49: zu gestalten, aber sicherlich gibt es auch neue Angriffswektoren. Wenn solche
00:12:54: Wallets da sind, ja, ich glaube, vereinfacht kann man sagen, dass wenn man
00:12:57: angegriffen wird, einem die Wallet abhanden kommt, dass man sich dann schon
00:13:02: relativ großes Problemes hausholt. Das gilt es halt zu verhindern, das gilt es zu
00:13:06: schützen und da ist dann Oli gefordert. Ja, aber dann müsstest du, ich meine, die
00:13:10: Frage, müssen wir wirklich tatsächlich durchaus noch nach zwei Minuten ja
00:13:13: andeskutieren. Wenn du wirklich digitalisieren willst, wenn du Prozesse
00:13:18: aus der Papierwelt in die Digitale holen willst, was ist die Alternative? Ja,
00:13:22: heute kannst du auch Firmenkundendaten fälschen, du kannst Dokumente fälschen,
00:13:26: Rechnungen fälschen. Ich glaube, dass viele eintauen, da musst du dir mal überlegen,
00:13:29: diese Business Wallet wird dann in einer hoch abgesicherten Form geeignet sein,
00:13:33: um sichere Dokumente auszutaten. Also wirklich im Sinne von vieles
00:13:37: für Business. Ich kriege die Rechnung, ich schicke irgendeine Rechnung, die Rechnung
00:13:40: ist signiert, die Rechnung ist unterschrieben, die Rechnung ist identifiziert, weil
00:13:44: irgendein Geschäftsführer klar nachweist, dass ist heute alles, die werden per
00:13:48: E-Mail durch die Ging geschickt, diese Dinger. Ja, und dann wird ein Fax hinterher
00:13:51: geschickt. Und das ist nicht nur aufwendig und manuell, sondern ich möchte mal wissen,
00:13:56: ob der Prozess heute so viel sicherer ist, als wenn wir das in eine digitale Welt
00:14:00: liegt. Aber ich stelle dir die Frage gerne zurück, was ist die Alternative, wenn wir
00:14:05: digitalisieren wollen? Dann müsst du tatsächlich sagen, wir digitalisieren
00:14:09: nicht. Ist genauso wie, geht es halt weiter in den nächsten Jahren. Das würde ich nicht
00:14:13: sagen. Also das würde ich nicht sagen. Also das machst du jetzt glaube ich ein bisschen
00:14:16: leicht. Also du kannst jetzt, ich glaube, es gibt keine Alternative, Fortschritt ist nie
00:14:20: aufzuhalten. Man müsste halt gucken, wie man sich gestaltet. Aber du wirst mit
00:14:23: zustimmen mit einer Wallet, wo du an einem zentralen Ort dann alle Möglichkeiten
00:14:27: hast. Das ist natürlich für Betröger attraktiver als ein vielleicht jetzt
00:14:31: ziemlich dezentrales System anzugreifen. Und das ist etwas, denke ich, da muss man
00:14:36: in der Architektur schon gut drüber nachdenken. Aber das wird ja auch das
00:14:38: weiß ich. Ja, also ich hatte gar nicht beabsichtigt, dass wir jetzt noch mal da
00:14:42: eine Diskussion anfachen, auch wenn ich der Urheber bin, zeigt aber, dass das ein
00:14:46: ganz sensibles Thema ist. Und wir haben ja auch gerade die Diskussion zu dem
00:14:50: Unique Identifier. Die Frage, ob in der Wallet eben so ein Identifier ein
00:14:56: Merkmal verfügbar sein soll. Und wenn ja, für welche Einsatzwecke, da streiten ja
00:15:01: gerade auch vor allem Wirtschaft und die NGOs, wie man das denn machen sollte und
00:15:07: ob man das machen sollte. Ich könnte mir vorstellen, das Thema nehmen wir noch mal
00:15:11: separat und machen dann eine eigene Folge zu. Vielleicht finden wir ja auch jemanden,
00:15:15: gerade auch aus der NGO-Ecke, mit dem man das mal diskutieren kann. Das fände ich
00:15:19: total spannend und das wäre vielleicht so was wie ein Ausblick für einen der
00:15:23: nächsten Folgen. Genauso wie ein Ausblick auf die Business Wallet. Wir haben, wie
00:15:28: gesagt, ja jetzt zum ersten Mal gesehen, dass das auch ernst gemeint wird. Und da
00:15:32: wird es, glaube ich, noch viele Themen und Inhalte geben, die wir sinnvoll
00:15:36: miteinander besprechen können und von denen ich hoffe, dass ihr auch die
00:15:39: Zuhörerschaft finden. Ihr beiden, ganz vielen Dank. Wir wollten ja heute
00:15:44: eigentlich nur zehn Minuten machen. Ich befürchte, das wird uns nicht gelingen,
00:15:47: auch nachdem ich das hier alles geschnitten habe, aber ich gebe mir Mühe.
00:15:50: Und zum Abschluss möchte ich doch noch eines loswerden. Wir hatten ja beim
00:15:54: letzten Mal Sorge, dass Florian vielleicht nicht mehr genug zu tun haben könnte,
00:15:57: wenn die Fida wegfällt. Jetzt bleibt die Fida und wir bringen ihm noch ein neues
00:16:02: Thema mit der Business Wallet und der Frage, wie haben wir es denn da mit der
00:16:05: Sicherheit? Also Florian, viel Spaß für die Zukunft und von mir ein herzliches
00:16:11: Tschüss und bis zum nächsten Mal. Tschüss bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten
00:16:15: Brennpunkt.
00:16:19: Digital einfach machen.
00:16:24: Der Podcast der digitalen Schwarkasse der Zukunft.
00:16:29: [Musik]
00:16:32: *Titelsong*
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